Die Prozessdokumentation folgt der Theorie, welche ich bei diesem Projekt angewandt habe.
Input
Inspiration, Recherche und bestehendes Wissen.
Improvisation
Das Experimentieren, ohne zu wissen, was daraus entstehen wird.
Output
Die Umsetzung auf Grundlage der Erkenntnisse aus Input und Improvisation.
Diese Arbeitsweise habe ich von Mitch Paone (1982–2026) vom Studio DIA übernommen, auf dessen Ansätze ich während der Recherche zu meiner schriftlichen Thesis gestossen bin.
In der Input-Phase standen die Merkmale Identität, Staffelung, Tracking und Sound von Bewegung in der visuellen Kommunikation im Vordergrund – Kriterien, die sich unmittelbar aus dieser Thesis ergaben. Mich beschäftigten die Fragen, wie sich eine allein auf Bewegung beruhende Identität erschaffen lässt, wie sich Information hierarchisieren und staffeln lässt und wie sich Aufmerksamkeit durch Tracking gezielt lenken lässt.
In der Improvisations-Phase näherte ich mich dem Thema erneut von Grund auf und verglich zunächst einfache Easing-Kurven. Ziel war ein Raster, mit dem sich Bewegung präzise benennen und bestimmen lässt. Die dafür definierten Parameter verschafften mir einen guten Überblick. Ich experimentierte weiter, diesmal mit einzelnen Parametern wie Kamera, Raum und Perspektive.
Was geschieht, wenn die Bewegung konstant bleibt, sich aber der Blick darauf verändert? Und wie lässt sich Bewegung im Raum darstellen, während sie in After Effects allein über Kurven abgebildet wird? An diesem Punkt griff ich auf meine Vorarbeit zur Wahrnehmung von Timing und Easing zurück, in der ich auch die einzelnen Easing-Funktionen behandelt hatte. Der Gedanke, diese Kurven tatsächlich im Raum darzustellen und je nach Perspektive unterschiedliche Bewegungen zu erzeugen, faszinierte mich.
So entstand Schritt für Schritt mein Projekt «Relevanz und Beobachtung von Bewegung», um mein Wissen über Easing-Funktionen, Perspektive, Raum und Rhythmus anhand von Beobachtungen zu vertiefen.
Da der Workflow für dieses Projekt in After Effects umständlich ist – Bewegung muss zuerst animiert und gerendert werden, um sie präzise betrachten zu können – lag der Gedanke nahe, ein Werkzeug zu entwickeln, das Bewegung in Echtzeit darstellt. So entstand in der Output-Phase ein Tool, das meine Recherche und Experimente zusammenführt und es ermöglicht, diese Erkenntnisse zu erfahren, zu beobachten und selbst auszuprobieren.
Konzept und Gestaltung:
Elio Hayoz
Betreuung:
Dirk Koy
Claire Reymond
Schrift:
ABC Favorit Variable
Diese Dokumentations-Website wurde mit der Claude-Code-
Erweiterung für Visual Studio Code erstellt.
Motion Tracking via Motiontracker, Synthesizer via Audiokit.
FHNW, Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel
Institut Digital Communication Environments
Bachelor Visuelle Kommunikation und digitale Räume
Vertiefung: Visuelle Kommunikation
© 2026 Elio Hayoz / FHNW HGK Basel.
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